Kiebitz

Der Kiebitz (lateinisch: Vanellus vanellus) hat eine Körpergröße von ca. 30 cm und eine Spannweite von etwa 75 cm. Auf der Oberseite erscheint das Gefieder von Weitem betrachtet schwarz gefärbt zu sein. Aus der Nähe erweist es sich als dunkelmetallisch glänzend. Die Unterseite ist weiß, das Brustband schwarz. Als besonders markant und unverwechselbar gilt der lange, nach hinten gerichtete Federschopf. In der Luft vollführen Kiebitze häufig akrobatische Flugmanöver, die sie sehr treffend als fliegende Waschlappen charakterisieren. Dabei sind die weißen Armbinden und breit gerundeten Flügel sichtbare Merkmale.

Die Vögel gehören mit ihren hellen Kiewitt-Rufen, die ihnen den Namen verliehen, zu den Frühlingsboten. Der bevorzugte Lebensraum ist offenes, feuchtes Grünland. Hier betätigen sie sich als Bodenbrüter. Das Gelege besteht in der Regel aus 4 Eiern. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft sind offene Grünflächen jedoch selten geworden. Deshalb versuchen die Vögel gelegentlich, ihren Nachwuchs auf Äckern großzuziehen, vor allem wenn diese früher Grünland waren. Doch die Chancen für eine erfolgreiche Aufzucht der Jungen sind durch die dort vorherrschende, intensive Bewirtschaftung nur äußerst gering.

Kiebitze haben in der Regel ein weit gefächertes Nahrungsspektrum. Es reicht von Insekten und deren Larven über Schnecken und Würmer bis hin zu Grassamen und Getreidekörnern.

Um den Kiebitz zu schützen, ist vor allem die Erhaltung seines Lebensraumes wichtig. Dazu zählen Wiesen, Weiden und offene Feuchtgebiete. Darüber hinaus sind ungenutzte Ackerränder, Wiedervernässungen von Flächen, die Umwandlung von Ackerland in Grünland sowie der Verzicht auf Pestizide wirksame Hilfs- und Schutzmaßnahmen.